Playa de Palma: Hotel, Strand und Team Bierkönig
Occidental Playa de Palma, 27 Grad Wasser im Oktober und warum ich Team Bierkönig bin – mein Fazit zur Playa.
Nach den Tagesberichten von unserer Mallorca-Reise (30. September bis 5. Oktober 2026) fehlt noch ein Kapitel: der Ort, an dem wir jeden Abend gelandet sind. Die Playa de Palma.
Der Ort: Playa de Palma
Die Playa de Palma ist der lange Sandstrand östlich von Palma, der sich bis nach S'Arenal zieht. Gegliedert wird er durch die nummerierten Strandbuden, die „Balnearios“ – und eine davon, die Nummer 6, kennt man in Deutschland unter einem anderen Namen: Ballermann.
Der Flughafen ist so nah, dass man die Maschinen im Minutentakt über das Meer einschweben sieht.
Das Hotel: Occidental Playa de Palma
Gewohnt haben wir im Occidental Playa de Palma, einem 4-Sterne-Haus der Barceló-Gruppe, das früher als Barceló Pueblo Park bekannt war. Gebucht hatten wir über ltur mit Halbpension. Und natürlich hatte jeder sein eigenes Zimmer, damit man auch etwas Ruhe hat. Das Zimmer war im Vergleich zu den anderen Hotelanlagen zu dieser Zeit relativ günstig.
Die Lage ist der eigentliche Grund, dieses Hotel zu buchen. Es liegt mitten an der Playa, zwischen Balneario 5 und 6:
| Ziel | Entfernung (ca.) |
|---|---|
| Strand | 250–300 m |
| Schinkenstraße / Bierkönig | 200 m |
| Megapark | 200 m |
Alles ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Und trotzdem ist es abends im Hotel selbst erstaunlich ruhig – man feiert in der Nähe, aber man schläft nicht mittendrin. Das Hotel hat noch einen zusätzlichen Ausgang im hinteren Hotelbereich.
Das Zimmer: Ich hatte Zimmer 414 im obersten Stockwerk. Einzelzimmer, Balkon, alles in Ordnung. Der Balkon war etwas klein und ohne Sichtschutz zum Nachbarzimmer. Aber ich habe dort auch niemanden sitzen sehen.

Den Zimmerschlüssel hat man immer an der Hand getragen. Eigentlich keine schlechte Idee.

Ich habe auch ein Video ohne meine schlauen Kommentare am letzten Tag erstellt.
Zimmer
Das Abendessen: Hier muss ich ehrlich sein. Es war okay, aber eben nur okay. Satt wird man, begeistert ist man nicht. Für ein 4-Sterne-Haus mit Halbpension hätte ich mir beim Abendessen mehr erwartet.
Unterm Strich: Ein solides Hotel, das seine Stärke klar in der Lage und Preis hat. Für einen Kurzurlaub mit Unternehmungen, Strand am Tag und Party am Abend passt es.
Das Meer: 27 Grad im Oktober
Das beste Erlebnis des Urlaubs war vermutlich das unspektakulärste: Baden im Meer. Das Wasser hatte Anfang Oktober noch 27 Grad. Alles genau mit der Apple Watch nachgemessen.

Am Pool war ich meistens nur, um ein Buch zu lesen.

Das Nachtleben: Megapark vs. Bierkönig
An der Playa de Palma gibt es zwei große Pole, um die sich das Partyleben dreht: den Megapark direkt an der Promenade und den Bierkönig in der Schinkenstraße. In der Schinkenstraße sind noch zusätzlich das Bamboleo und die Rutschbahn.
Ich war in beiden. Und ich habe mich entschieden: Ich bin Team Bierkönig.
Warum Bierkönig?
Der Bierkönig ist das Original. Den Laden gibt es seit Ende der 1980er Jahre, er ist auf über 5.000 m² gewachsen und nennt sich selbst „Wohnzimmer auf Mallorca“. Und genau so fühlt es sich an: Biergarten, Festhalle, Bühne mit Live-Auftritten, und alles irgendwie vertraut.

Was mir aufgefallen ist:
- Die Stimmung war eigentlich immer gut. Egal, wann ich da war.
- Freitag und Samstag ist es voll. Richtig voll. Wer Platz zum Atmen braucht, kommt besser unter der Woche.
- Es war friedlich. Bei aller Lautstärke und allen Promille: Ich habe keine einzige unangenehme Situation erlebt.
Kleine Randnotiz für Bierkenner: Seit der Saison 2026 wird im Bierkönig nach rund 30 Jahren nicht mehr König Pilsener, sondern Krombacher ausgeschenkt. Aber ich trinke ja kein Bier. Wer mich kennt, weiß, was ich getrunken habe.

Harry Kane auf Mallorca
Der Moment des Urlaubs: Mir wurde gesagt, ich sehe aus wie Harry Kane. Ich nehme das als Kompliment. Über den Alkoholpegel der Person, die das gesagt hat, möchte ich an dieser Stelle keine Aussage treffen. Zumindest wurden uns danach Getränke-Bons geschenkt,mit denen wir ein Bierkönig T-Shirt bekommen haben.
Falls also jemand im Oktober ein Foto mit dem Kapitän der englischen Nationalmannschaft in der Schinkenstraße gemacht hat: Das war ich. Tut mir leid. Aber ich habe eigentlich auch ganz andere Trikots getragen.

Und der Megapark?
Der Megapark ist größer, lauter, mehr Show – eine riesige Open-Air-Anlage direkt an der Strandpromenade. Allerdings auch sehr kommerziell. Draußen steht jetzt ein Schild, dass drinnen Konsumpflicht ist. Und so wird man dann auch oft bedrängt, etwas zu trinken.
Oberbayern: Einmal reicht
Das Oberbayern ist eine Kult-Disco, die es seit Mitte der 1980er Jahre gibt. Sie liegt im Keller eines Gebäudes an der Uferstraße zwischen Balneario 5 und 6 – man steigt ein paar Stufen hinab und ist in einer anderen Welt.

Aber irgendwie sind die Auftritte immer lustig gewesen. Ich bin jetzt ein stolzer Besitzer von einem Cappy von Michael Schäfer.

Ein Generationen-Problem
An dieser Stelle ein Geständnis: Ich bin inzwischen ein bisschen überfordert.
Auf den Bühnen an der Playa stehen heute nicht mehr nur die klassischen Ballermann-Sänger, sondern auch jede Menge Leute aus Reality-Formaten wie Temptation Island und Co. Das Publikum jubelt, singt mit, kennt jeden Namen. Und ich stehe daneben und frage mich, wer das eigentlich ist.
Vermutlich ist das der Moment, in dem man merkt, dass man nicht mehr die Zielgruppe ist. Dem Spaß tut es trotzdem keinen Abbruch – man muss ja nicht wissen, wer singt, um mitzusingen.
Fazit
Die Playa de Palma ist genau das, was man erwartet – und gleichzeitig ein bisschen mehr. Tagsüber ein langer Strand mit 27 Grad warmem Wasser, abends eine Partymeile, die lauter, voller und betrunkener ist als alles, was man von zu Hause kennt. Aber eben auch friedlicher, als viele denken.
| Bewertung | |
|---|---|
| Hotel Occidental Playa de Palma | Lage top, Zimmer okay, Abendessen ausbaufähig |
| Strand & Meer | Das Highlight – 27 Grad im Oktober |
| Bierkönig | Mein Favorit. Team Bierkönig. |
| Megapark | Muss man gesehen haben |
| Oberbayern | Einmal reicht |