Vigo und mein Tagesausflug zu den Cíes Inseln
Heute liegt die Mein Schiff 6 in Vigo. Es ist die größte Stadt Galiciens und schmiegt sich an eine der schönsten Meeresbuchten Spaniens. Hier ein paar Informationen zur Stadt.
| Info | Wert |
|---|---|
| Ort | Vigo |
| Land | Spanien |
| Flagge | 🇪🇸 |
| Koordinaten | 42.2406° N, 8.7207° W |
| Einwohner | ca. 295.000 (Stadt), ca. 480.000 (Ballungsraum) |
| Temperatur Luft | ca. 24 °C |
| Temperatur Wasser | ca. 17 °C |
| Region | Galicien |
| Zeitzone | MESZ (UTC+2) |
| Lage | Atlantikküste, Ría de Vigo |
| Anleger | Estación Marítima de Vigo (Terminal A Laxe) |
Altstadt
Vor dem Start der Fähre ging es in die Altstadt. Es gibt hier verschiedene interessante Skulpturen.
O Sireno (El Sireno) – Francisco Leiro, 1991.
Ein „Mann-Fisch”-Wesen auf zwei elf Meter hohen Granitsäulen an der Puerta del Sol.
„El Pulpo” / Monumento a Julio Verne (José Molares, 2005).
Verne sitzt auf den Fangarmen eines Riesenkalmars – ein direktes Bild aus 20.000 Meilen unter dem Meer, in dem Kapitän Nemo mit der Nautilus in die Bucht von Vigo eintaucht, um den Schatz der versunkenen Galeonen von Rande zu bergen.
Mit der Fähre ins Paradies
Vor der Bucht liegen drei Inseln, die Illas Cíes, und auf einer davon soll der schönste Strand der Welt sein. So hat es jedenfalls der Guardian im Jahr 2007 geschriebe.
Ich habe den Ausflug über GetYourGuide gebucht. Abfahrt 09:45 an der Estación Marítima, zurück um 14:45. Die Inseln gehören zum Nationalpark Illas Atlánticas. Man darf nicht einfach hin. Zweitausend Besucher pro Tag, mehr nicht, und dafür braucht es eine offizielle Genehmigung. Wer ins Paradies will, füllt vorher ein Formular aus. Für mich hat das der Veranstalter im Vorfeld erledigt. Das klappte nicht perfekt, aber dann gab es doch noch die Genehmigung der Xunta de Galicia als WhatsApp auf mein Handy.
Die Überfahrt
Die Fähre braucht etwa 45 Minuten durch die Ría de Vigo. Rechts die Berge. Austern sind übrigens die lokale Spezialität von Vigo.
Der Strand
Die Praia de Rodas ist über einen Kilometer lang und verbindet zwei Inseln miteinander. Eine Sandbrücke. Dahinter liegt der Lago dos Nenos, eine Lagune, die bei Flut Meerwasser bekommt und bei Ebbe fast still liegt.
Der Sand ist weiß und fein. Das Wasser ist türkis und ich habe mich für ein paar Minuten in den Atlantik getraut. Das waren ca. 17 Grad. Nicht jeder traut sich bei diesen Temperaturen ins Meer.
Über den Damm
Von der Anlegestelle führt der Weg über einen Deich aus dem 19. Jahrhundert auf die Illa do Faro. Links der Lago dos Nenos, rechts die Dünen der Praia de Rodas. Das Wasser im Lago ist so klar, dass man den Grund sieht. Algen, Krebse, Fische. Es gibt auch einen Campingplatz mit Mietzelten. Das ist die einzige Übernachtungsmöglichkeit auf der Insel. Die Insel gilt auch als Vorbild gegen den Massentourismus.
Der Aufstieg
Der Weg zieht sich in Serpentinen den Hang hinauf. Erst durch Wald, Kiefern und Eukalyptus, dann hören die Bäume auf.
Nach hinten öffnet sich der Blick auf den Strand. Nach vorne kommt San Martiño ins Bild, die dritte Insel, auf die niemand darf. Vogelschutz. Hier brüten rund zweiundzwanzigtausend Möwenpaare – eine der größten Kolonien Europas.
Pedra da Campá
Auf halber Höhe zweigt rechts ein Pfad ab. Hundert Meter, mehr nicht.
Dort steht ein Granitblock mit einem Loch. Der Wind kommt seit Neufundland ungebremst über den Atlantik und bringt Salz mit. Das Salz frisst sich in den Stein, Korn für Korn, über Jahrtausende. Taffoni nennt man das. Übrig bleibt eine Schale, dann ein Loch, dann eine Form, in der die Leute Fotos machen.
Hochklettern darf man nicht. Es klettern trotzdem viele hoch. Ich aber nicht. Auf der anderen Seite fällt der Fels sechzig Meter ins offene Meer.
Der Faro
Die letzten Meter sind Stufen. Oben, auf 175 Metern, steht der Leuchtturm, seit 1852. Von hier sieht man alles: die Bucht, das Festland und den Atlantik.
Zurück
Bergab dieselbe Strecke, in der Hälfte der Zeit. Unten ging es dann an den Strand. 45 Minuten Zeit, um sich zu sonnen und im Atlantik zu baden.
| Info | Wert |
|---|---|
| Route | Ruta do Monte Faro, Illa do Faro |
| Länge | ca. 7,5 km hin und zurück |
| Höhenmeter | ca. 175 m |
| Gehzeit | 2 bis 2,5 Stunden ohne Pausen |
| Schwierigkeit | mittel, durchgehend breiter Weg |
| Schatten | nur auf der unteren Hälfte |
| Highlights | Deich am Lago dos Nenos, Pedra da Campá, Faro de Cíes |
| Wichtig | Nationalpark-Genehmigung vor Fährticket |
Um 13:45 Uhr ging es dann mit der Fähre zurück nach Vigo. In Hafennähe gab es noch einen schönen Ausblick auf die Mein Schiff 6.