Resident Evil (2026)
Am 17. September 2026 – also direkt am deutschen Kinostart – saß ich im UCI Luxe Bad Oeynhausen und habe mir den neuen Resident Evil angesehen. Heute ging es in den IMAX Kinosaal Wenn schon Monster, dann bitte in Übergröße.
Meine Erwartungen? Gemischt. Bisher habe ich keinen Resident Evil Film im Kino gesehen. Aber diesmal saß Zach Cregger auf dem Regiestuhl, und der hat mit Barbarian und Weapons bewiesen, dass er Horror kann. Und den Film Weapons hab ich sogar in einer Sneak gesehen.
Was ist eigentlich ein IMAX-Kinosaal?
IMAX ist kein allgemeiner Begriff für „große Leinwand“, sondern eine geschützte Marke der kanadischen IMAX Corporation. Der Name steht für Image Maximum. Die Technik stammt ursprünglich aus den späten 1960er-Jahren, der erste IMAX-Film lief 1970 auf der Weltausstellung in Osaka.
Was ein IMAX-Saal anders macht als ein normaler Kinosaal:
- Die Leinwand: Sie ist deutlich größer, reicht meist vom Boden bis zur Decke und ist näher am Publikum. Ziel ist, dass die Leinwand möglichst das gesamte Sichtfeld ausfüllt – man schaut nicht auf einen Film, man sitzt drin.
- Die Saalgeometrie: IMAX gibt vor, wie steil die Sitzreihen ansteigen und wie weit sie von der Leinwand entfernt sind. Der Saal wird um das Bild herum gebaut, nicht umgekehrt.
- Die Projektion: In Bad Oeynhausen läuft IMAX mit Laser. Das bedeutet 4K-Auflösung, hohe Helligkeit und vor allem einen sehr hohen Kontrast. Gerade bei einem Film, der fast komplett nachts spielt, ist das Gold wert: Schwarz ist wirklich schwarz und nicht „dunkles Kinograu“.
- Der Ton: IMAX setzt auf ein eigenes, speziell eingemessenes Soundsystem. Der Bass ist eher ein Körpergefühl als ein Geräusch. Bei einem Horrorfilm heißt das: Die Jump-Scares treffen einen nicht nur im Ohr, sondern auch in der Magengegend.
- Das Bildformat: Filme, die als Filmed for IMAX laufen, können in einem höheren Bildformat gezeigt werden als in normalen Sälen – oben und unten gibt es also schlicht mehr Bild. Resident Evil wurde laut Sony für IMAX gedreht.
Das UCI in Bad Oeynhausen hat seinen IMAX-Saal seit dem Umbau zum UCI Luxe im Dezember 2025. Es ist die fünfte IMAX-Leinwand von UCI in Deutschland und laut UCI die einzige im Umkreis von rund 150 Kilometern. Wer bisher das iSense-Erlebnis kennt (4K und Dolby Atmos), bekommt im IMAX nochmal bessere Qualität – vor allem bei Bildgröße und Kontrast.
Eine kurze Geschichte der Resident-Evil-Filme
Die Spielereihe von Capcom startete 1996 und hat den Begriff „Survival Horror“ geprägt. Die Filmrechte liegen seit Anfang an bei der Münchner Constantin Film – Resident Evil ist also im Kern eine deutsche Produktion, auch wenn es nicht so aussieht. Resident Evil Games spiele ich natürlich auch.
Hier mal Übersicht der verschiedenen Filmteile.
| Film | Jahr | Regie | IMDb |
|---|---|---|---|
| Resident Evil | 2002 | Paul W.S. Anderson | 6,6 |
| Resident Evil: Apocalypse | 2004 | Alexander Witt | 6,1 |
| Resident Evil: Extinction | 2007 | Russell Mulcahy | 6,2 |
| Resident Evil: Afterlife | 2010 | Paul W.S. Anderson | 5,8 |
| Resident Evil: Retribution | 2012 | Paul W.S. Anderson | 5,3 |
| Resident Evil: The Final Chapter | 2016 | Paul W.S. Anderson | 5,5 |
| Resident Evil: Welcome to Raccoon City | 2021 | Johannes Roberts | 5,2 |
| Resident Evil | 2026 | Zach Cregger | 7,7 |
IMDb-Werte Stand September 2026, sie können sich leicht verschieben.
Der neue Film ist der erste, der auf IMDb die Sieben-Punkte-Marke knackt. Auch bei den Kritikern ist der Sprung enorm: Bei Rotten Tomatoes liegt er bei über 95 Prozent positiven Kritiken, kein früherer Realfilm der Reihe kam dort über 39 Prozent.
Worum geht's? (spoilerfrei)
Bryan ist Kurierfahrer für medizinische Lieferungen. Sein Auftrag an diesem Abend klingt nach Routine: ein biomedizinisches Paket zum Krankenhaus von Raccoon City bringen. Leider ist das die eine Nacht, in der in Raccoon City so ziemlich alles schiefgeht, was schiefgehen kann.
Technische Daten
| Originaltitel | Resident Evil |
| Produktionsland | USA, Deutschland |
| Kinostart DE | 17. September 2026 (USA: 18. September) |
| Laufzeit | ca. 94 Minuten |
| FSK | ab 16 |
| Genre | Horror, Science-Fiction |
| Regie | Zach Cregger |
| Drehbuch | Zach Cregger, Shay Hatten |
| Kamera | Dariusz Wolski (Fluch der Karibik, Der Marsianer) |
| Musik | Hays Holladay, Ryan Holladay |
| Darsteller | Austin Abrams, Paul Walter Hauser, Zach Cherry, Kali Reis, Johnno Wilson |
| Produktion | Constantin Film, Columbia Pictures, PlayStation Productions, Vertigo, Davis Films |
| Verleih DE | Constantin Film |
| Drehort | Prag und Umgebung (ab Oktober 2025) |
| Budget | ca. 75 Mio. US-Dollar |
| US-Startwochenende | ca. 60 Mio. US-Dollar (Rekord für die Reihe) |
Mein Fazit
Die erste Hälfte hat mir richtig gut gefallen. Cregger nimmt sich Zeit, baut die Atmosphäre auf und lässt Bryan Stück für Stück begreifen, dass dieser Arbeitstag nicht mit Feierabend endet.
In der zweiten Hälfte wird es dann … sagen wir: wild. Und wahnsinnig. Der Film wirft die Zurückhaltung über Bord und dreht in Sachen Kreaturen, Gore und Absurdität so richtig auf.
Unterm Strich ist das trotzdem mit Abstand der beste Resident Evil-Film bisher.
Meine IMDb-Wertung: 7,0 / 10