Mit dem Mietwagen durch das Tramuntana Gebirge
Sa Calobra, Cala Tuent und Kloster Lluc
Nach dem 50-km-Megamarsch bin ich heute Morgen mit einem Muskelkater aufgewacht, der mir eindrucksvoll bewiesen hat, was meine Beine gestern wirklich geleistet haben. Jede Bewegung erinnerte mich an die zurückgelegten Kilometer. Aber den ganzen Tag im Hotelzimmer verbringen? Keine Option. Also habe ich das Naheliegendste getan: Ich bin in den Mietwagen gestiegen. Sitzen konnte ich nämlich noch relativ schmerzfrei. Zumindest war das mein Plan heute.
Also schnappte ich mir das Auto und beschloss, das spektakuläre Serra de Tramuntana zu erkunden.

Eigentlich wollte ich den Tag ganz entspannt im Kloster Lluc beginnen. Doch offenbar hatten viele andere dieselbe Idee – der Parkplatz war am Sonntagmorgen sehr voll bzw. hat sich vor dem Parkplatz ein Stau gebildet. Kurzerhand änderte ich den Plan und fuhr weiter Richtung Sa Calobra.
Allein die Anfahrt ist jedes Mal ein kleines Abenteuer: endlose Serpentinen, spektakuläre Ausblicke, enge Kurven und immer wieder Rennrad - Fahrer.

Unten angekommen wartet ein kleiner, wunderschöner Strand – eingerahmt von hohen Felswänden –

und der Einstieg in die berühmte, anspruchsvolle Wanderung durch den Torrent de Pareis.

Heute habe ich die Wanderung allerdings meinen schmerzenden Beinen erspart und einfach nur die beeindruckende Kulisse genossen. Alleine soll man die Wanderung auch nicht machen, da hier sehr viele Unfälle passieren. Auch der Empfang in der Schlucht ist nicht gut, da muss man auf Apple ihre SOS Funktion hoffen, wenn wirklich etwas passiert.
In Sa Calobra gibt es auch ein paar Cafés und Restaurants, die fast alle im Februar geschlossen haben. Am Strand haben sich auch ein paar Leute gesonnt. Eine Frau war sogar im Wasser, aber bei ca. 14 Grad hat sich sonst niemand ins Meer getraut.

Mein zweites Ziel war die abgelegene Bucht Cala Tuent. Die Parkplätze sind hier rar gesät, doch zu dieser Jahreszeit hat man meist Glück. Am ruhigen Kieselstrand waren nur wenige Menschen unterwegs – perfekte Bedingungen, um kurz durchzuatmen. Ich habe mich auf die Suche nach einem Multicache gemacht, allerdings ohne Erfolg. Manchmal gehört auch Scheitern dazu … der Cache wurde das letzte Mal in 2025 gefunden und den Baum vor einer bestimmten Felsformation habe ich nicht gefunden.

Zum Abschluss des Tages führte mich mein Weg doch noch zum Kloster Lluc. Auf 525 Metern Höhe gelegen, strahlt dieser berühmte Wallfahrtsort eine besondere Ruhe aus.

Für mich war es der perfekte spirituelle Abschluss eines intensiven Tages. Ein Adventure Lab führte mich zu spannenden Orten rund um das Kloster: hinauf zum Kreuz,

durch den botanischen Garten und zu versteckten Details, die ich sonst vielleicht übersehen hätte.

Das Kloster hat sogar einen Swimming Pool.

Und irgendwo zwischen Serpentinen, Meeresrauschen und Klostermauern habe ich plötzlich gemerkt: Mein Muskelkater war verschwunden – zumindest fast.