Ein Tag in Bilbao
Heute Morgen haben wir vor 8 Uhr im Hafen von Bilbao angelegt. Früher eine Industriestadt, aber heute ist mit dem berühmten Guggenheim Museum auch Kunst in die Stadt eingezogen.
| Info | Wert |
|---|---|
| Ort | Bilbao |
| Land | Spanien |
| Flagge | 🇪🇸 |
| Koordinaten | 43.2630° N, 2.9350° W |
| Einwohner | ca. 347.000 (Stadt), ca. 1.038.000 (Ballungsraum) |
| Temperatur Luft | ca. 28 °C |
| Temperatur Wasser | ca. 21 °C |
| Region | Bizkaia, Baskenland |
| Zeitzone | MESZ (UTC+2) |
| Lage | Ästuar des Nervión, Golf von Biskaya |
| Anleger | Getxo (Muelle de Zierbena / Puerto de Bilbao) |
Der Hafen liegt etwas außerhalb und man kann mit einem Shuttle-Bus zum Palacio Euskalduna in Bilbao fahren. Die Fahrt kostet 15 Euro.
Hier lagen früher die Euskalduna Werften. Ein 7m hoher Eisentorso erinnert an den Einsatz und die harte Arbeit der Industriearbeiter zu der damaligen Zeit.
Weiter ging es durch den Parque de Doña Casilda in Richtung Museo de Bellas Artes.
Die Hauptattraktion von Bilbao ist das berühmte Guggenheim Museum. Das Guggenheim wurde 1997 eröffnet. Entworfen von Frank Gehry, verkleidet mit Titan. Die Platten sind dünn wie Papier und bewegen sich sichtbar im Wind. Bei Sonne wechselt die Fassade ständig die Farbe.
Außerhalb gibt es zwei interessante Skulpturen zu sehen.
Puppy
Vor dem Eingang sitzt Puppy, ein zwölf Meter hoher Hund aus Blumen, von Jeff Koons. Eigentlich sollte er nur kurz bleiben, doch die Bilbaoer wollten ihn nicht mehr hergeben. Und heute ist ein besonderes Fotomotiv. Alle wollen ein Bild mit Puppy.
Maman
Auf der Flussseite lauert Maman, eine neun Meter hohe Bronzespinne von Louise Bourgeois. Unter ihrem Leib hängt ein Sack mit Marmoreiern – bedrohlich und mütterlich zugleich, so war es gemeint.
Zu bestimmten Zeiten gibt es auch einen Nebeleffekt im Wasserbecken vor dem Museum „F.O.G.” von Fujiko Nakaya.
Und hier noch ein Blick auf das Guggenheim Museum. Merkt Euch den Namen Frank Gehry, das ist der Stararchitekt von dem Museum.
Am Flussufer des Nervión ging es weiter in Richtung Altstadt. Der nächste Halt war bei Zubizuri, die “weiße Brücke” von Stararchitekt Santiago Calatrava.
Die Altstadt ist geprägt von der Catedral de Santiago, Bilbaos älteste Kirche, gotisch, 14.–15. Jahrhundert.
Sie ist Santiago geweiht, dem Schutzpatron der Pilger – der Küstenweg des Jakobswegs führt mitten durch die Altstadt. In Bilbao startet der Camino del Norte (Nördlicher Jakobsweg oder Küstenweg). Von hier sind es rund 600 km bis Santiago de Compostela.
Auf dem Rückweg ging es noch zum Azkuna Zentroa, ein umgebautes Wein- und Getreidelager. Unten gibt es 43 individuelle Säulen zu bewundern.
Oben gibt es einen Pool, wo man die Schwimmer durch einen Glasboden sehen kann.
Zum Ende noch ein Fun Fact. Ich bin ja sehr interessiert an Fußball. Der örtliche Fußballverein Athletic Bilbao verpflichtet seit über 100 Jahren ausschließlich baskische Spieler — geboren im Baskenland oder dort fußballerisch ausgebildet. Trotz dieser selbst auferlegten Fessel ist Athletic einer von nur drei Klubs, die noch nie aus der obersten spanischen Liga abgestiegen sind. Die anderen beiden heißen Real Madrid und FC Barcelona.