„Christy" – ein Boxfilm, der kein Boxfilm ist
Heute Abend ging es zur nächsten Sneak Preview ins UCI Bad Oeynhausen. Es ist immer wieder spannend, welcher Film gezeigt wird. Diesmal wurde es „Christy" – ein biografisches Drama über die amerikanische Boxerin Christy Martin.
Worum es geht
Der Film erzählt den Werdegang von Christy Martin, die in den 1990er-Jahren zur bekanntesten Profiboxerin der USA aufstieg. Aufgewachsen in einer Kleinstadt in West Virginia als Tochter eines Bergmanns, entdeckt sie ihr Talent für den Kampfsport und arbeitet sich in einer klar männerdominierten Sportwelt nach oben. Sie war die erste Frau, die bei Promoter Don King unter Vertrag stand, und die einzige Boxerin, die es auf das Cover der Sports Illustrated schaffte.
Das ist aber nur die eine Hälfte des Films. Die andere Hälfte handelt von ihrer Beziehung zu ihrem Trainer und späteren Ehemann Jim Martin (Altersunterschied 25 Jahre) – und davon, wie diese Beziehung über Jahre hinweg in häusliche Gewalt kippt und schließlich in einem Mordversuch endet. Das hört sich doch schon ganz spannend an … Übrigens ich kenne mehr sehr gut in vielen Sportarten aus, aber im Boxen kenne ich nur männliche Boxer.
Die Hauptdarstellerin: Sydney Sweeney
Die Titelrolle spielt Sydney Sweeney, Jahrgang 1997, geboren in Spokane, Washington. Bekannt wurde sie vor allem durch die Serien „Euphoria", „The White Lotus" und „The Handmaid's Tale".
Auf der Kinoleinwand war sie bislang unter anderem in diesen Filmen zu sehen:
| Jahr | Film |
|---|---|
| 2019 | Once Upon a Time in Hollywood |
| 2023 | Anyone but You |
| 2023 | Reality – Wahrheit hat ihren Preis |
| 2024 | Madame Web |
| 2024 | Immaculate |
| 2025 | The Housemaid – Wenn sie wüsste |
Für die Rolle der Christy Martin hat sie sich nach eigenen Angaben rund 15 Kilo Muskelmasse antrainiert. Man erkennt sie in einigen Szenen kaum wieder.
Jim Martin wird in dem Film von Ben Foster gespielt. Und Regie führte David Michôd.
Laufzeit und Kinostart
Mit 135 Minuten ist der Film kein kurzes Vergnügen. In Deutschland startet der Film am 3. September 2026 regulär im Kino. Die FSK-Freigabe liegt bei ab 16 Jahren. Der Film wird vermutlich in Deutschland für viele Kinobesucher nicht so interessant sein, weil er schon in den USA keine guten Besucherzahlen erzielt hatte.
Ach ja, bei uns in Deutschland heißt der Kinofilm: That's Why The Lady Is A Champ.
Die Bewertungen
Bei der IMDb steht der Film aktuell bei 6,4 von 10.
Ich selbst habe bei der IMDb eine 6,0 vergeben. Also irgendwie fand ich es schon interessant, das Leben von Christy zu verfolgen. Und damit zu dem Punkt, der mir bei Sneaks immer wieder auffällt: Diesen Film hätte ich mir zu Hause vermutlich nie angeschaut. Zu sperrig, zu unbequem, zu wenig „einfach mal nebenbei". Im Kino ist das anders. Kein zweiter Bildschirm, kein Handy, keine Pause-Taste – man ist gezwungen, sich auf den Film einzulassen.
Hier der Trailer: