Wie ich meine Brille fast zerstörte – und der Brillendoktor sie rettete
Es gibt Momente im Leben, da fragt man sich: Wie konnte das eigentlich passieren? Bei mir war es vor ein paar Tagen wieder so weit. Schauplatz: meine Couch. Tatwerkzeug: ich selbst. Opfer: meine arme, wehrlose Bildschirmbrille, checkt ihr ? Was jetzt kommt ?
Der Tatort: meine eigene Couch
Ich hatte die Brille brav (Anmerkung: Ich bin immer lieb und brav) neben mir abgelegt, so wie man das eben macht. Was ich dann allerdings nicht eingeplant hatte: dass ich auf besagter Couch kurz über die Rettung der Welt nachdachte , wegnicke und mich anschließend in einer Position breit mache, die der Statik einer Brille offenbar nicht so wohlgesonnen ist. Knack – Bügel ab. Schlafende Menschen sind erstaunlich effektive Brillenkiller, wer hätte das gedacht. Ich war leicht wütend auf meine Heldentat , aber das hat die Brille auch nicht gerettet.
Die Heimwerker-Phase: viel Werkzeug, wenig Plan
Als überzeugter „Das-kriege-ich-selbst-hin"-Typ habe ich mir natürlich erstmal bei Amazon ein Brillenreparaturset bestellt. So eines mit gefühlt 87 winzigen Schrauben und drei Mini-Schraubendrehern , mit der man vermutlich auch Operationen am offenen Herzen durchführen könnte. Ausgepackt, hingesetzt, losgelegt.
Und dann: scheitern. Aber so richtig.
Die Fassung war wohl durch das nächtliche Plattdrücken so verzogen, dass kein Schräubchen dieser Welt mehr in das Gewinde wollte. Ich habe versucht zu biegen, gedreht, gefummelt, geflucht – das Ergebnis blieb dasselbe: ein loser Bügel und eine wachsende Frustration. Mehrmals ist mir die Minischraube runtergefallen und die sind so klein, das man sie kaum wiederfindet. Manchmal muss man eben einsehen, dass man kein Brillenchirurg ist.
Plan B: der Brillendoktor
Also habe ich im Netz nach Rettung gesucht und bin beim Brillendoktor (Brillenwerk24) gelandet. Das ist hier übrigens keine bezahlte Werbung sondern ein Erfahrungsbericht.
Der Ablauf war angenehm unkompliziert: Foto von der Patientin hochladen und per WhatsApp versendet, kurze Diagnose vom Profi, Kostenvoranschlag und Bestellinformation bekommen. Für meine Kunststoffbrille wurden 59,90 Euro fällig – fairer Preis, dachte ich, dann so eine eine neue Bildschirmbrille ist nicht billig.
Der Bestellvorgang und Versand wurde mir per YouTube Schritt für Schritt erklärt, dann ging die Brille am Montag per DHL auf große Reise.
Die Rückkehr: ein kleines Wunder
Und dann, schon am Donnerstag – also gerade mal drei Werktage später – kam das Paket wieder zurück. Ich hatte schon ein bisschen Sorge, ob man dem reparierten Scharnier sein bewegtes Vorleben ansehen würde. Aber: nichts. Nada. Keine Naht, kein Knick, keine verdächtige Farbnuance. Das reparierte Scharnier sah aus wie sein unversehrtes Pendant auf der anderen Seite. Ehrlich gesagt musste ich zweimal hinschauen, um überhaupt zu erkennen, welches der beiden mal kaputt war. Bitte schaut Euch das an. Geputzt haben sie meine Brille auch noch.
Mein Fazit
Manchmal ist Selbermachen großartig. Ja, das was ihr denkt auch, aber das mein ich jetzt nicht.
Und manchmal ist es einfach besser, das Werkzeug aus der Hand zu legen und die Profis ranzulassen. Für knapp 60 Euro habe ich meine Brille repariert zurückbekommen.