A Coruna und das Geheimnis vom Herkulesturm
Heute liegt die Mein Schiff 6 in A Coruña. Die Stadt nennt sich Kristallstadt, wegen der verglasten Fassaden entlang der Promenade. Ich habe euch auch eine Sage mitgebracht, aber dazu später mehr in diesem Bericht. Erst mal ein paar Informationen über den Ort.
| Info | Wert |
|---|---|
| Ort | A Coruña |
| Land | Spanien |
| Flagge | 🇪🇸 |
| Koordinaten | 43.3623° N, 8.4115° W |
| Einwohner | ca. 245.000 (Stadt), ca. 370.000 (Ballungsraum) |
| Temperatur Luft | ca. 23 °C |
| Temperatur Wasser | ca. 18 °C |
| Region | Galicien |
| Zeitzone | MESZ (UTC+2) |
| Lage | Atlantikküste, Ría de A Coruña |
| Anleger | Muelle de Transatlánticos |
Um 8:30 Uhr ging es von Bord. Endlich mal ein Hafen, wo man keinen Shuttle-Bus benötigt und gleich in der Stadt ist.
Praza de María Pita
Es ging los am Hauptplatz. Der Praza de María Pita ist großzügig, von Arkaden gerahmt und wird vom Rathaus dominiert. In der Mitte steht die Namensgeberin mit erhobenem Speer. María Pita hat 1589 den Widerstand gegen die Engländer unter Francis Drake organisiert. Die Stadt hat sie dafür auf einen Sockel gestellt.
Cidade Vella
Die Altstadt ist klein und ruhig. Steinkreuze, ein paar Stadtpaläste, schmale Gassen. Wir kommen an der Igrexa de Santiago vorbei, der ältesten Kirche der Stadt aus dem 12. Jahrhundert. Hier beginnt der Camino Inglés – der englische Jakobsweg nach Santiago. Immer wieder dieses Zeichen, das mich zum Pilgern aufruft.
Castelo de Santo Antón
Am Ende der Altstadt schiebt sich die Festung San Antón auf einer Landzunge ins Wasser. Aus dem 16. Jahrhundert, heute ein archäologisches Museum.
Der Paseo Marítimo und die roten Laternen
Die Strandpromenade von A Coruña gehört zu den längsten Europas. Über dreizehn Kilometer zieht sie sich um die Halbinsel. Wir gehen heute nur ein Stück davon.
Auffällig sind die Laternen. Rund 1.300 scharlachrote Straßenlaternen säumen den Weg, jede verziert mit Emaillebildern der Künstlerin Julia Ares.
Die Menhire
Auf den Weg zum Turm liegt ein Skulpturenpark. Am eindrücklichsten sind die Menhire von Manolo Paz – aufrecht stehende Granitblöcke, wie eine kleine Legion, in Reihe auf der Wiese über dem Meer aufgestellt. „Menhire für den Frieden” heißen sie. Prähistorisch wirken sie, sind aber Kunst aus den Neunzigern.
Torre de Hércules
Weiter geht es entlang am Meer. Der Herkulesturm ist das Ziel. Unterwegs noch ein paar Geocaches gesucht.
Der Turm steht seit dem 1. Jahrhundert auf seiner Landzunge und ist der älteste noch arbeitende Leuchtturm der Welt. UNESCO-Welterbe.
234 Stufen bis oben, dann der Atlantik in alle Richtungen. Tickets zum Turmaufstieg hatte ich keine, aber Online Kauf mit Kreditkarte war möglich. 3 Euro kostet ein Ticket.
Unterhalb des Turms breitet sich die Rosa dos Ventos aus – eine riesige Windrose aus buntem Stein.
Nun zur Sage …
Die Sage liefert die Stadt gleich mit: Herkules soll hier drei Tage und drei Nächte gegen den Riesen Geryon gekämpft haben. Er gewann, begrub den Kopf des Riesen unter einem Felsen und ließ darauf den Turm errichten. Aus dieser Stelle wuchs die Stadt. Deshalb trägt A Coruña Turm und Totenkopf bis heute im Wappen.
Praia de Riazor
Auf dem Rückweg nehmen wir den Hauptstrand mit. Die Praia de Riazor liegt gleich unter der Promenade, sichelförmig und breit, mitten in der Stadt.
Danach ging es zurück in meine Kabine auf dem Kreuzfahrtschiff. Mammut Lana hat hier in meiner Abwesenheit einen neuen Freund gefunden.